Zentralamerika: Erneuerbare Energien auf Expansionskurs

Aus Zahlen der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL) geht hervor, dass im Jahr 2014 der Anteil Erneuerbarer Energien am zentralamerikanischen Kraftwerkspark auf bereits hohem Niveau weiterhin angestiegen ist. Der Anteil der installierten Leistung von Wasserkraft, Geothermie, Photovoltaik, Windenergie, Biogas und Cogeneration ist von 58% auf 59,1% angestiegen. Damit setzt sich der Trend zu regenerativen Erzeugungstechnologien fort. Noch im Jahr 2009 hatte ihr Anteil 53% betragen. Die Stromerzeugung durch Erneuerbare Energien wurde im gleichen Zeitraum von 60,9% auf 63,6% gesteigert. Haupttreiber dieser Entwicklung ist neben dem weiteren Ausbau der seit vielen Jahren genutzten Wasserkraft die Windenergie, die ihren Anteil an der regionalen Energieerzeugung von 1,1% auf 4,4% gesteigert hat. Die wichtigsten Energielieferanten waren 2014 die Wasserkraft (45,6%), thermische Kraftwerke (36,4%), Geothermie (8,2%), Cogeneration (5,3%) und die Windenergie (4,4%).

Die Ausbaupläne und Projektankündigungen der zentralamerikanischen Ländern zeigen, dass der Ausbau der Windenergie, der bislang hauptsächlich in Nicaragua und Costa Rica stattgefunden hat, nun in der ganzen Region vorangetrieben wird. Während Photovoltaik im vergangenen Jahr keine Rolle im Energiemix spielte, werden die Zahlen für die nächsten Jahre den kräftigen Ausbau insbesdondere von Großprojekten widerspiegeln. Im Fokus steht in diesem und im kommenden Jahr Honduras, das getrieben durch eine hohe Einspeisevergütung eine 600 MW-Pipeline mit großen Solarkraftwerken ausgelöst hat. Aber auch in El Salvador, Guatemala und Panama sind 2015 große Solarparks  gebaut worden oder befinden sich in Umsetzung.