Panama plant Ausbau Erneuerbarer Energien

Wie die anderen Länder Zentralamerikas hat sich auch Panama den Ausbau der Erneuerbaren Energien auf die Fahnen geschrieben. Im Anschluss an einen breit angelegten Konsultationsprozess wurde der Nationale Energieplan 2015-2050 verabschiedet. Darin wird das Ziel ausgerufen, den Anteil der Erneuerbaren Energien auf 70% des Energiemixes zu erhöhen, insbesondere getragen durch Wind- und Solarenergie. Aktuell sind die beiden Hauptpfeiler der panamaischen Erzeugungsmatrix thermische Kraftwerke (39%)und Wasserkraft (58%). Aufgrund immer unregelmäßigerer Regenfälle ist die Wasserkraft aber ein zunehmend volatiler Energielieferant. 2013 litt Panama wegen wegen ungenügender Regenfälle unter eine Energiekrise. Zudem verzeichnet das Land aufgrund des hohen Wirtschaftswachstums einen rasant steigenden Energieverbrauch.

Beim Ausbau der Windenergie hat Panama bislang die meisten Fortschritte gemacht (2015: 3% des Energiemix). Am 13. April 2016 weihte Präsident Juan Carlos Varela den dazugehörigen Windpark „Laudato Si“ des Investors UEP Penonomé II, S.A. ein, einer Tochtergesellschaft der InterEnergy Holdings Das in mehreren Ausbaustufen entwickelte Windprojekt Penenomé hat eine Gesamtkapazität von 225 MW. Inter Energy ist ein Private Equity Fund der bereits seit 2011 in der Dominikanischen Republik die beiden Windparks Quilvio Cabrera und Los Cocos mit einer Gesamtleistung von 86 MW betreibt. Ein rascher Anstieg der Wind- und Solarenergie ist absehbar. Ein Nachfrageboom hatte zur Vergabe von Lizenzen für Wind- und Solarprojekte mit einer Leistung von 3.177 MW durch die Regulierungsbehörde ASEP geführt – mehr als das Doppelte des Bedarfs. Allerdings ist fraglich, wieviele dieser Projekt tatsächlich umgesetzt werden. Auf Drängen des Netzbetreibers ETESAL wurde die Vergabe weiterer Lizenzen ausgesetzt, um zunächst in einer Netzstudie die Aufnahmefähigkeit des panamaischen Stromnetzes für Wind- und Solarenergie zu ermitteln.